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Ausstellung zur “Pogromnacht”

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Ereignisse der “Pogromnacht” vor 80 Jahren am 9.11.1938: in einer Nacht wurden die Errungenschaften der Aufklärung und der Gedanke des Rechtsstaats erstmals offen von den Nationalsozialisten zerstört, den Juden in Deutschland und der Weltöffentlichkeit wurde gezeigt, dass die bürgerlichen Rechte und Gesetze nicht mehr galten. Fotos und Tafeln mit den historischen Hintergründen verdeutlichen dies.

Die Ausstellung schlägt zum einen den historischen Bogen zurück zum 9.11.1918 und zu den Ereignissen der “Novemberrevolution” am Ende des 1. Weltkrieges – der Matrosenaufstand in Kiel führte damals zum Sturz des Kaiserreiches. In den Augen der Nationalsozialisten war dies der “Dolchstoß” von “jüdisch-bolschewistischen Novemberverbrechern”.

Zum anderen zeigt die Ausstellung, dass nur 5 Jahre nach der “Pogromnacht” fast alle europäischen Juden im Jahr 1943 in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten von der Ermordung bedroht waren.

Mehrere Biographien von Opfern des Holocaust ergänzen die Darstellung der historischen Ereignisse um eine zusätzliche Dimension: wie haben Menschen, die 1943 das gleiche schreckliche Schicksal teilten, die Ereignisse 1918 und 1938 erlebt?

Ein herzlicher Dank geht an die Schülerinnen und Schüler, die im Projekt “Die Namen der Nummern”, betreut von Maria Anthopoulou, Maria Kotidou und Christina Preftitsi, die Biographien übersetzt haben und an die 9a und 11a, die im Geschichtsunterricht mit viel Interesse die Ausstellungstexte recherchiert und geschrieben haben. Die Bildbearbeitungen, das Layout der Texte und die optische Gestaltung der Ausstellung verdanken wir dem großen Einsatz von Lefteris Raftis.

Die Ausstellung ist bis zum 29. November zu besichtigen.

Michael Stier

Diese Information ist auch verfügbar auf: Griechisch

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